Vorsicht vor den digitalen Mauttoren in Österreich

Neben einer Vignette auf dem Vordermann oder heutzutage auch digital mit dem Nummernschild verknüpft, gibt es in Österreich auch einige Autobahnabschnitte, auf denen Sie eine zusätzliche Maut bezahlen müssen. Diese sogenannten “Sondermautstrecken” befinden sich auf der Autobahn:

  • A9 Pyhrnautobahn beim Bosrucktunnel und beim Gleinalmtunnel.
  • A10 Tauernautobahn am Tauerntunnel und am Katschbergtunnel
  • A11 Karawanken-Autobahn am Karawankentunnel
  • A13 Brenner-Autobahn
  • S16 Arlberg Schnellstraße am Arlberg Straßentunnel

Die Maut für diese Straßen beträgt etwa zwischen 5,50 und 12 Euro. Seit kurzem werden diese zusätzlichen Mautgebühren nur noch für den Bau von Tunneln und Straßen erhoben, die hauptsächlich zu Transitzwecken zwischen den europäischen Ländern gebaut werden.

Seit ein paar Jahren können Sie die Maut dank digitaler Streckmaut einfach bezahlen. Auf der ASFINAG-Website gibt man online seine Daten und sein Kennzeichen ein und wählt bei den Mautstellen die ganz linke Durchfahrt (meist mit grünem Asphalt und vielen grünen Schildern gekennzeichnet). Nach dem Passieren eines ausgeklügelten Kamerasystems öffnete sich bis vor kurzem eine Schranke und man kann ohne anzuhalten weiterfahren. Der Betrag wird dann automatisch von Ihrem Konto oder der verknüpften Kreditkarte abgebucht.

Neue Tore ohne Schranke

Die meisten Mautstationen in Österreich werden derzeit umgebaut und modernisiert. Dies betrifft auch die digitalen Mautstellen. Diese werden erweitert und verbreitert. Jede Mautstation wird zwei dieser Gates haben.

Die neuen Tore werden keine Schranke mehr haben, aber die neuen Mauttore werden von dem Moment an, in dem sie sich öffnen, eine eigene Verantwortung haben. Sie müssen sicherstellen, dass Sie genügend Guthaben auf dem verknüpften Konto haben und dass das richtige Kennzeichen verknüpft ist.

Wenn Sie durchfahren, während Ihr Kennzeichen nicht verknüpft ist, wird es eine teure Angelegenheit. Das österreichische Gesetz sieht eine Geldstrafe von 120 Euro vor. In der Regel können Sie diese einige Wochen später zu Hause in Form einer Girokarte erwarten. Leider bleiben auch die Niederländer nicht verschont, denn Österreich hat mit den Niederlanden ein Abkommen zum Austausch von Kfz-Zulassungsdaten geschlossen.

Wenn Sie also kein Streckmaut-Abo haben, entscheiden Sie sich immer für die bemannten Tore. Wenn Sie im Zweifel über Ihr Abonnement und das Ablaufdatum sind, dann wählen Sie auch die bemannten Tore. Diese sind ebenfalls mit dem Nummernschild-Scanner ausgestattet und oft öffnet sich das Tor schon bei der Ankunft. Auf diese Weise laufen Sie nicht Gefahr, ein hohes Bußgeld zu riskieren.

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